Archäologische Untersuchung.

10.2026. Duisburg.
In Duisburg waren auf dem Baufeld der geplanten Feuerwache 1A Reste der 1849 gegründeten Ultramarinfabrik F. W. Curtius durch Dokumentation zu sichern. Zur Beschleunigung der Arbeiten kamen digitale Techniken zum Einsatz (Fotogrammetrie/Structure from Motion).
Die Herstellung des Farbtons Utramarinblau war bis Anfang des 19. Jahrhunderts auf die Verwendung von außerordentlich teurem Lapislazuli angewiesen, der im Wesentlichen aus weit Lagerstätten im westlichen Hindukusch importiert werden musste. Mit der Entwicklung eines synthetischen Verfahrens konnte der Farbstoff in großen Mengen hergestellt werden und war nun auch – verwendet für Anstrich- und Künstlerfarben, zum Einfärben von Kunststoffen, als Wäscheblau und für den Buchdruck – breiteren Bevölkerungsschichten zugänglich.

Blick auf die Untersuchungsfläche vor Beginn der Arbeiten.

Die Reste des gewonnen Farbstoffes waren auf der Baustelle allgegenwärtig.

Im Hintergrund entstehen bereits die Kellerräume der Feuerwache während die archäologischen Untersuchungen noch laufen.